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Nachdem mich vor fast 30 Jahren die Rosensammelleidenschaft gepackt hat bin ich – so wie wahrscheinlich jeder davon betroffene – bereits recht bald an Grenzen gestoßen. Vor allem das Platzproblem erlaubte es in den letzten Jahren nicht mehr viele interessante Neuentdeckungen auszupflanzen. Dazu kam noch, dass sich mit den Jahren Schwerpunkte bildeten denen ich mich verstärkt widmen wollte. Überdies haben sich in den vergangenen Jahren durch eine Häufung von Unwettern im Gebiet meines Gartens gravierende Probleme ergeben. So kam es z.B. in den Jahren seit 2000 zu jeweils mindestens einem schweren Hagelschlag gerade in der Hauptblütezeit im Juni. Am schwerwiegendsten war der Schaden im Jahr 2005 als innerhalb von 10 Tagen 3 schwere Unwetter einen völligen, bodennahen Rückschnitt fast aller Rosen – damals etwa 2500 Pflanzen – notwendig machten.
Bereits seit langem bestehende Kontakte mit dem Österreichischen Rosarium in Baden und der dieses betreuenden Stadtgartendirektion eröffneten mir dann die Möglichkeit eines Neubeginns auf einer bisher landwirschaftlich genutzten Fläche. In einem ersten Schritt stehen 7000m² zur Verfügung.
Das in Baden bei Wien herrschende bekannt milde Weinbauklima erscheint auch für empfindliche Rosen sehr gut geeignet.
Neben einem umfangreichen Sortiment in dem die wichtigsten Rosensorten aus allen Rosengruppen vertreten sind, ist es nun mein Hauptanliegen Rosen deren Herkunft in Verbindung zu Österreich steht, im Rosenkultivarium Baden bei Wien auszupflanzen.
Seit 1976 gibt es im nahegelegenem Österreichischen Rosarium eine über die Jahre gewachsene Sammlung von Rosen gezüchtet von Rudolf Geschwind. Im Vergleich mit anderen Sammlungen und durch die Beschäftigung mit historischen Quellen sind bezüglich korrekter Identifikation viele Fragen aufgetaucht. Ich möchte durch Vergleichspflanzungen zu einer Klärung ebenso beitragen wie zur Bestandssicherung der noch vorhanden Sorten dieses Züchters.
Auch die Wiederauffindung der in den letzten 80 Jahren zahllosen, verlorengegangenen Sorten von Rudolf Geschwind ist mir ein großes Anliegen. Der Kontakt mit zahlreichen Rosenfreunden und Sammlern sowie die Anpflanzung von Fundrosen erscheint mir diesbezüglich deshalb ein erfolgsversprechender Ansatz als es bereits auf diese Art gelungen ist die Sorten El Areana und Tartarus wieder zu verbreiten.
Weitere Züchter deren Sorten in diesem Sinne im Rosenkultivarium besondere Aufmerksamkeit gelten soll sind Michael H.Horvath, Dr.Felicitas Svejda, Franz Praskac, Elsa von Württemberg – Schaumburg-Lippe.
Mein Interesse gilt, angeregt durch die Beschäftigung mit den Rosen der in Österreich geborenen Dr.Svejda, auch kanadische Rosenzüchtern sowie Rosen aus Skandinavien. Mit der finnischen Rosensammlerin und Züchterin Frua Pirjo Rautio besteht ein guter Kontakt der es ermöglicht hat einige ihrer Gallica-Züchtungen bereits im heurigen Frühjahr zu halten.
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