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Endemische Wildrosen im öffentlichen Grün, Baden bei Wien

Ein schon im Wesentlichen abgeschlossenes Vorhaben stellt die Sammlung und Anpflanzung der im Ostalpenraum endemischen Wildrosen dar. Vom Stadtgartenamt Baden werden diese nun im den öffentlichen Grün vermehrt gepflanzt und den Besuchern auch in geeigneter Form nahe gebracht.
Die folgende Übersicht enthält alle in Österreich heimischen Arten der Gattung Rosa, sowie nicht heimische Arten, die in Österreich eingebürgert, beziehungsweise verwildert sind. Bei diesen Arten finden Sie einen entsprechenden Hinweis.
Am Ende der Tabelle sind alle Arten angeführt, für die derzeit noch keine Bilder verfügbar sind.

Die Verwendung des Datenmaterials erfolgt mit Genehmigung von Botanik im Bild

Rosa agrestis
Rosa sepium
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A. Mrkvicka, 6.5.1998
Niederösterreich
Perchtoldsdorfer Heide
A. Mrkvicka, 20.10.1999
Niederösterreich
Perchtoldsdorf - Fehnerweg
Feld-Rose
Griffel kahl oder ganz schwach behaart, Griffelkanal schmal (höchstens 1 mm im Durchmesser), die ihn umgebende Ringscheibe breit, Kelchblätter nach dem Blühen zurückgeschlagen, bald abfallend, die meisten Blättchen am Grund keilförmig verschmälert, Früchte kahl, Höhe: 1-2 m, Blütezeit: VI, Pionierbuschgesellschaften, auf Magerwiesen und an Wald- und Feldrändern, collin bis submontan, selten! - in allen Bundesländern. Gefährdet!


Rosa altaica
Rosa pimpinellifolia var. altaica
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A. Mrkvicka, 6.5.2001
Cult.
A. Mrkvicka, 6.5.2001
Cult.
A. Mrkvicka, 20.9.2000
Wien 1100
Wienerberg
Erholungsgebiet Westteil
Rosa altaica ist eine häufig kultivierte, der heimischen Rosa pimpinellifolia nahestehende Sippe aus dem Altai-Gebirge. Sie ist rasch- und hochwüchsig, großblütig und -fruchtig und wird daher von den meisten Baumschulen und Gärtnereien unter dem Namen "Rosa spinosissima" oder "Rosa pimpinellifolia" angeboten und oft gepflanzt. Bisher ist sie (noch?) selten verwildert, so z.B. am Wienerberg (Wien1100) um den Golfplatz. Bei Pflanzung dieser Sippe im Verbreitungsgebiet der echten, heimischen Rosa pimpinellifolia besteht die Gefahr von Einkreuzung bzw. Veränderung des Genpotentials der heimischen Bestände. Echte heimische Herkünfte können z.B. über die regionale Gehölzvermehrung in Niederösterreich bezogen werden.


Rosa andegavensis
R. canina subsp. canina var. andegavensis
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A. Mrkvicka, 6.6.1999
Niederösterreich
Alland - Höherberg
A. Mrkvicka, 29.9.1998
Niederösterreich
Alland - Höherberg
Anjou-Rose
Blättchen einfach gesägt, Zähne kurz und breit (etwa so lang wie breit), Blütenstiele mit Stieldrüsen, Früchte oft mit Stieldrüsen, Höhe: 1-3 m, Blütezeit: VI, Sonnige Hecken und Gebüsche, steinige Stellen, collin bis submontan, selten! - in B, N, St - Potentiell gefährdet!


Rosa arvensis
Rosa repens
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A. Mrkvicka, 5.6.2002
Wien 1190
Sievering - Pfaffenberg
A. Mrkvicka, 21.6.1997
Niederösterreich
Perchtoldsdorf - Heide
A. Mrkvicka, 10.1.1998
Niederösterreich
Perchtoldsdorf - Heide
Kriech-Rose, Wald-Rose
Griffelsäule zumindest so lang wie die inneren Staubblätter (meist länger), Blüten meist einzeln, Krone weiß, Kelchblätter meist ganzrandig (gelegentlich die beiden äußeren mit 1-2 Paar fadenförmiger Abschnitte), Stamm dünn, niederliegend bis kriechend oder kletternd, Stacheln schwach gekrümmt, die oberen manchmal fast gerade, Laubblätter kahl oder nur auf den Nerven behaart, Höhe: 0,3-2 mm, Blütezeit: VI, Wälder, Waldränder, Waldschläge, Gebüsche, collin bis montan, häufig bis zerstreut in allen Bundesländern.


Rosa blondaeana
R. Nitidula / R. canina subsp. c. var. blondeana
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A. Mrkvicka, 18.5.2002
Cult.
Glanzrose
Blättchen doppelt gesägt, gezähnt, die Zähne lang, schmal und zugespitzt (länger als breit), Blättchen auf den Stielen, den Spindeln, den Nerven und den Zähnen mit Drüsen, Höhe: 1-3 m, Blütezeit: VI, Hecken, Gebüsche, Steinhaufen, collin bis montan, selten! - in B, O, T
Gefährdet!


Rosa canina
R. canina subsp. canina var. canina
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E. Horak, Juli 1972
Niederösterreich
Mödling
A. Mrkvicka, 5.6.1997
Wien 1100
Wienerberg - Erholungsgebiet Ostteil
A. Mrkvicka, 4.3.2002
Wien 1230
Siebenhirten - Kellerberg
Hunds-Rose, "Hecken-Rose"
Laubblätter drüsenlos, Zweigachsen grün, Fruchtstiele meist so lang oder länger als die Früchte, Früchte kahl, Höhe: 1-3 m, Blütezeit: VI, Hecken, Gebüsche, Waldränder, Weidefluren, Steinhaufen, collin bis montan, häufig in allen Bundesländern, Volksarznei-Pflanze.


Rosa coriifolia
R. caesia, R. coriifolia subsp. coriifolia, R. afzeliana subsp. coriifolia, R. dumalis subsp. coriifolia ?
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A. Mrkvicka, 21.5.2000
Cult.
A. Mrkvicka, 12.6.1997
Tirol
Fulpmes - Stubaital
Pfurtschell-Alm
Lederblatt-Rose
Blättchen unterseits dicht angedrückt bis filzig behaart, Hochblätter stark entwickelt, länger als die kurzen (2-15 mm langen) Blütenstiele, den Blütenstand mehr oder weniger einhüllend, Blättchen etwas starr, blaugrün, Höhe: 1,5-2 m, Blütezeit: VI - VII, Waldränder, lichte Gebüsche, Hecken, montan, zerstreut - fehlt in B und W.


Rosa corymbifera
R. dumetorum / R. canina subsp. dumetorum
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A. Mrkvicka, 3.6.2000
Kärnten
Schütt
A. Mrkvicka, 21.5.1998
Wien 1100
Wienerberg
Erholungsgebiet Ostteil
Busch-Rose, Hecken-Rose
Blütenstiel kahl, Höhe: 1-2 m, Blütezeit: VI, Waldränder, Gebüsche, steinige Stellen, collin bis subalpin, zerstreut in allen Bundesländern.


Rosa elliptica
Rosa graveolens
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A. Mrkvicka, 6.6.1999
Cult.
A. Mrkvicka, 12.10.2001
Niederösterreich
Kaiserbrunn - Ochsenleiten
Keilblatt-Rose
Kelchblätter nach dem Blühen aufrecht, bis zur Fruchtreife bleibend, Äste nur mit Stacheln. Die meisten Blättchen am Grund keilförmig verschmälert, Früchte kahl, Höhe: 1-2 m, Blütezeit: VI - VII. Sonnige, felsige Hänge, oft auch auf Steinhaufen, kalkliebend, collin bis obermontan, selten! - fehlt in W und V ( in O ausgestorben!)
Stark gefährdet!


Rosa gallica
Rosa austriaca, Rosa pumila
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A. Mrkvicka, 5.6.2002
Wien 1210
Alte Schanzen (Schanze 2)
Essig-Rose
Blättchen lederig-starr, Kronblätter (25)30-45 mm lang, Stamm und Zweigachsen mit verschiedenartigen Stacheln besetzt: 4-6 mm lange, sichelförmig gebogene Stacheln, zudem Nadelstacheln, Stachelborsten und Stieldrüsen, Blüten meist einzeln, selten zu 2-4, Blütendurchmesser 6-9 cm, Blüten hellrot bis dunkel-purpurn, stark riechend, Blütenstiele etwa 3 cm lang, dicht drüsig und borstig, Höhe: 30-80 cm, Blütezeit: VI - VII. Warm-trockene Waldränder, trockene Böschungen, Halbtrockenrasen, collin bis montan, selten bis sehr selten! - in B, W, N, St, K - in O ausgestorben
Gefährdet!


Rosa glauca
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A. Mrkvicka, 26.5.1998
Wien 1190
Leopoldsberg
Südhang bei der Burg
A. Mrkvicka, 22.9.1998
Wien 1190
Leopoldsberg
Südhang bei der Burg
Rotblatt-Rose
Stamm und Äste mit gleichartigen Stacheln, Früchte rotbraun, Wuchs gedrungen, Stacheln mehr oder weniger vereinzelt, gebogen bis gerade, Laubblätter und Zweigachsen auffallend purpurn, oft "hechtblau" bereift. Krone rot, Höhe: 1-3 m, Blütezeit: VI - VII, Waldränder, Gebüsche, flachgründige Stellen auf Steinhaufen in sonnigen Lagen, montan (bis subalpin ?), selten!
Potentiell gefährdet !


Rosa gutensteinensis
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A. Mrkvicka, 16.5.2002
Cult.
A. Mrkvicka, 26.8.2001
Cult.
Rosa gutensteinensis
ist eine in den niederösterreichischen Kalkvoralpen endemische (d.h. weltweit nur hier vorkommende) Art aus der Verwandtschaft der Rosa glauca, welche in diesem Gebiet völlig fehlt. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale zu Rosa glauca sind das völlige Fehlen von Nadelstacheln an den Stämmen und Ästen, zahlreiche deutlich gebogene Stacheln, die auch bei sonnigem Stand blau bereiften Zweige, etwas größere Blüten und die tief gesägten Blättchen. Ihr Verbreitungsgebiet deckt sich weitgehend mit jenem der Schwarzföhre, die hier am niederösterreichischen Alpenostrand die letzte Eiszeit überlebt hat.

Siehe auch: Wildrosen im Europarosarium Sangerhausen


Rosa jundzillii
R. marginata, R. trachyphylla
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A. Mrkvicka, 18.5.2002
Cult.
A. Mrkvicka, 5.6.2002
Wien 1210
Alte Schanzen - Schanze 3
A. Mrkvicka, 12.8.2001
Cult.
Rauhblatt-Rose
Kelchblätter nach dem Blühen zurückgeschlagen, hinfällig, Blättchen schwach lederig, Stacheln meist gerade oder schwach gebogen, Blättchen doppelt gesägt, unterseits mit auffallend vorstehendem Nervennetz, Kronendurchmesser 3-7 cm, Krone hellrot bis dunkelrot, Frucht meist kugelig, spärlich mit Stieldrüsen besetzt oder kahl, Griffel flaumig behaart, Höhe: 1-2 m, Blütezeit: VI - VII. Trockene Gebüsche, Waldränder, Steinhaufen, collin bis montan, selten! - in B, N, St, V, W! (in K fraglich, in O ausgestorben)
Stark gefährdet!

Anmerkung: Die in Wien und Umgebung dieser Art zugeordneten Pflanzen könnten aufgrund der stärker variierenden Merkmale auch Primärhybriden zwischen Rosa gallica und Rosa canina sein. Diese Frage wird derzeit genauer untersucht!


Rosa majalis
Rosa cinnamomea
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A. Mrkvicka, 11.5.1999
Cult.
Zimt-Rose, Mai-Rose
Blütenstiele (fast) kahl, Blättchen einfach gesägt, Stacheln mehr oder weniger hakig gekrümmt, meist paarig am Laubblatt-Grund, Blättchen oberseits bläulichgrün und anliegend behaart, unterseits grau behaart bis filzig, Blüten einzeln, Krone rosa, Frucht kugelig, kahl, rot, Zweigachsen dünn, glänzend-braunrot (deutscher Artbeiname!), Höhe: 1-1,5(2) m, Blütezeit: V - VI, Au-Gehölze der Alpenflüsse (Grauerlenwälder) und der Donau, collin bis montan, selten! - in N, S, T, V, in O ausgestorben, in St und K fraglich.
Auch als Zierstrauch kultiviert und manchmal nur verwildert.
Gefährdet!


Rosa micrantha
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A. Mrkvicka, 24.5.1998
Niederösterreich
Perchtoldsdorf - Heide
A. Mrkvicka, 17.11.2002
Niederösterreich
Perchtoldsdorf - Heide
Kleinblütige Rose
Blättchen am Grunde abgerundet, Kelchblätter nach dem Blühen zurückgeschlagen, bald abfallend, Früchte kahl oder drüsig, Höhe: 1-3,5m, Blütezeit: VI. Trockene lichte Gebüsche und Waldränder, collin bis montan, zerstreut bis selten - in Vorarlberg ausgestorben, sonst in allen Bundesländern.


Rosa multiflora
in Österreich nicht heimisch
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A. Mrkvicka, 5.6.1997
Wien 1100
Wienerberg
Erholungsgebiet Ostteil
A. Mrkvicka, 16.10.1997
Cult.
Rosa multiflora
stammt aus Ostasien. Sie wird seit Jahrzehnten in Aufforstungen, an Böschungen und in Parks gerne gepflanzt und verwildert stellenweise. Auffallend sind die kleinen Blüten, der Blütenstand erinnert von Größe und Form eher an Brombeerarten als an eine Rose. Die Fruchtstände werden gerne in Trockengestecken verwendet.


Rosa obtusifolia
R. obtusifolia subsp. obtusifolia, R. tomentella
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A. Mrkvicka, 5.6.1999
Cult.
A. Mrkvicka, 12.8.2001
Cult.
Flaum-Rose, Stumpfblättrige Rose
Blütenstiele kahl, Kelchblätter drüsenlos, Blättchen fast rund, Höhe: 1-2 m, Blütezeit: V - VI. Waldränder, lichte Gebüsche, steinige Stellen, Steinhaufen, collin bis obermontan, selten! - fehlt in K?
Stark gefährdet!

Anmerkung (A. Mrkvicka): Die Blüten- (Frucht-)stiele müssen nicht immer kahl sein, bei manchen Pflanzen kommen auch vereinzelt Stieldrüsen vor (siehe Foto). Die Form der Blättchen kann etwas variieren, zuweilen sind diese am Vorderende spitz.


Rosa pendulina
Rosa alpina
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E. Horak, Juli 1984 Osttirol
Kartitsch Leitental beim Stucksee
A. Mrkvicka, 26.7.1998
Steiermark
Altaussee - beim See
Hängefrucht-Rose, "Alpen-Heckenrose"
Krone rosa bis leuchtend dunkel-purpurrot, Frucht eiförmig bis länglich-flaschenförmig, selten kugelig, Stacheln gerade, wenige, oben meist fehlend, Kelchblätter nach dem Blühen auffällig aufgerichtet, nicht vor der Fruchtreife abfallend, Frucht nickend, meist mit Stieldrüsen und Stachelborsten, selten kahl, Höhe: 0,5-2 m, Blütezeit: V - VII. Schluchtwälder, Hochstaudenfluren, Krummholz, montan bis subalpin.
Zerstreut in allen Bundesländern außer Wien.


Rosa pimpinellifolia
Rosa spinosissima
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E. Horak, Mai 1999
Niederösterreich
Perchtoldsdorfer Heide bei Wien
A. Mrkvicka, 7.4.2002
Burgenland
Jois - Jungerberg
A. Mrkvicka, 13.5.2001
Niederösterreich
Perchtoldsdorfer Heide
Bibernell-Rose, Reichstachelige Rose, Stacheligste Rose
Stamm und Äste mit verschiedenartigen Stacheln ( 3-10mm lange gerade, feste Nadelstacheln und kürzere weiche Stachelborsten - nie mit gebogenen Stacheln !), Krone weiß, selten rosa, Höhe: 0,2-1m. Trockenwarme lichte Gebüsche, sonnige, steinige, flachgründige Hänge, Flaumeichen-Waldsäume, kalkliebend, collin bis montan.
Am Westrand des pannonischen Gebietes zerstreut, sonst selten. Im Alpenraum und im nördlichen Alpenvorland gefährdet!


Rosa rubiginosa
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E. Horak, 9.6.2001
Niederösterreich
Perchtoldsdorfer Heide bei Wien
A. Mrkvicka, 8.12.2002
Niederösterreich
Perchtoldsdorfer Heide
Wein-Rose
Griffel wollig oder dicht zottig behaart, Blättchen am Grund meist abgerundet, Kelchblätter nach dem Blühen aufrecht, bis zur Fruchtreife bleibend! Frucht kahl oder drüsig, Höhe: 1-3m.
Trockene lichte Gebüsche, Waldränder, Trockenwiesen, collin bis obermontan.
Zerstreut bis selten in allen Bundesländern.


Rosa rugosa
In Österreich nicht heimisch
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A. Mrkvicka, 7.8.1998
Cult.
Kartoffel-Rose, Runzel-Rose
Junge Zweigachsen, Stacheln und Laubblatt-Unterseite dicht behaart, Laubblätter dick, runzelig. Alle Zweigachsen dicht mit geraden, verschieden langen Stacheln besetzt, Kronblätter 3-5 cm lang, dunkelrot, selten weiß, Früchte kugelig, kahl, rot, 2-2,5 cm im Durchmesser, Höhe: 1-2 m, Blütezeit: V - VI. Häufig kultivierter Zierstrauch, selten verwildert.
Heimat: Ost-Asien.


Rosa scabriuscula
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A. Mrkvicka, 15.6.1999
Niederösterreich
Raach
A. Mrkvicka, 9.10.1998
Niederösterreich
Raach - Sonnleiten
A. Mrkvicka, 5.6.1999
Niederösterreich
Raach
Kratz-Rose
Stacheln schwach gekrümmt, Spitzen der Nebenblätter meist abstehend, Blütenstiele 2-4x so lang wie der Achsenbecher, Krone meist blassrosa bis weißlich, oft kürzer als der Kelch, Blättchen rauh, meist schwach filzig oder flaumig behaart. Äste ausgebreitet und dünn, mit vielen, auffallend langen, oft gepaarten, am Grund nicht verbreiterten Stacheln.
Höhe: 1-3 m, Blütezeit: VI - VII.
Trockengebüsche, collin bis montan, selten!
Taxonomischer Wert und Verbreitung noch unklar.


Rosa stylosa
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A. Mrkvicka, 2.6.2002
Cult.
Verwachsengriffelige Rose
Griffelsäule nur halb so lang wie die Staubblätter, die den Griffel umgebende Ringscheibe kegelförmig erhöht, Blütenstand reichblütig, Krone weiß oder rosa, äußere Kelchblätter mit drüsig gezähnten Fiedern, Stamm aufrecht mit überhängenden Ästen, Stacheln kräftig, sichelförmig gekrümmt, Laubblätter oberseits kahl, glänzend, unterseits graugrün, dicht flaumig behaart. Höhe: 0,5-3 m, Blütezeit: VI - VII.
Wärmeliebende Gebüsche und Trockenwälder, kalkliebend, collin bis montan.
In Österreich noch nicht sicher nachgewiesen, aber im westlichen Teil zu erwarten.
Hauptverbreitung: West-Europa.


Rosa subcanina
R. coriifolia subsp. subcanina, R. afzeliana subsp. subcanina, R. glauca subsp. subcanina
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A. Mrkvicka, 7.8.2001
Steiermark, Altaussee
westlich v. Loserhütte
A. Mrkvicka, 24.10.1999
Steiermark, Altaussee
Loserhütte
Falsche Hunds-Rose
Kelchblätter im Fruchtzustand abstehend oder zurückgeschlagen, Fruchtstiele (10)20-30 mm lang, meist länger als die Früchte, Höhe: 1,5-2 m, Blütezeit: VI - VII.
Waldränder, Waldlichtungen, Gebüsche, Hecken, montan, zerstreut - fehlt in B und W.


Rosa tomentosa
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A. Mrkvicka, 19.6.1997
Wien 1170
Exelberg - Rosskopf
A. Mrkvicka, 22.9.1998
Wien 1170
Exelberg - Rosskopf
Filz-Rose
Kelchblätter nach dem Blühen mehr oder weniger abstehend oder zurückgeschlagen und bald abfallend, Blättchen weich, dicht filzig oder flaumig behaart (siehe Bild 3), Griffel behaart oder kahl, Fruchtstiele (1)2-3x so lang wie die Früchte.
Höhe: 1-2 m, Blütezeit: VI - VII.
Lichte Gebüsche, Waldränder, collin bis obermontan, zerstreut bis selten in allen Bundesländern.


Rosa villosa
Rosa pomifera, Rosa resinosa
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A. Mrkvicka, 30.7.1998
Steiermark
Altaussee - um den "Loser"
Knospenstadium Fruchtstadium
Apfel-Rose
Stacheln völlig gerade, Spitzen der Nebenblätter meist sichelförmig einwärts gekrümmt, Zweigachsen nicht bereift, Kelchblätter am Grund verdickt, Kronblätter gewimpert, Fruchtstiel etwa so lang wie die Frucht, Krone rosa.
Höhe: 0,5-1,5 m, Blütezeit: VI - VII.
Sonnige, trockene, steinige Hänge, montan bis subalpin.
Zerstreut in allen Bundesländern außer Burgenland und Wien.


Rosa vosagiaca
R. coriifolia subsp. vosagiaca, R. dumalis subsp. dumalis, R. afzeliana subsp. vosagiaca, R. glauca subsp. reuteri
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A. Mrkvicka, 26.7.1999
Steiermark
Altaussee - Loserhütte
A. Mrkvicka, 10.10.1998
Niederösterreich
Puchberg
Vogesen-Rose
Kelchblätter im Fruchtzustand aufrecht, Fruchtstiele 2-20 mm lang, kaum länger als die Frucht, Zweigachsen meist rötlich.
Höhe: 1-2 m, Blütezeit: VI - VII.
Waldränder, Waldlichtungen, Gebüsche, Hecken, montan, zerstreut - fehlt in B und W.


Rosa zalana
R. caryophyllacea var. zalana
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A. Mrkvicka, 1.6.2002
Burgenland
Jois - Jungerberg
A. Mrkvicka, 29.9.2001
Burgenland
Jois - Hackelsberg
A. Mrkvicka, 1.6.2002
Burgenland
Jois - Jungerberg
Anmerkung: Die Angabe von Rosa caryophyllacea in der Exkursionsflora bezieht sich auf Rosa zalana!
G. Beck führt diese in seiner Flora von Niederösterreich (1889) als Rosa caryophyllacea var. zalana und gibt weiters an, dass var. caryophyllacea im Gebiet (=Niederösterreich, Wien und Nordburgenland) fehlt.

Zala-Rose
Rosa zalana ist in ihrer Merkmalskombination eine recht eigenständige heimische Sippe. Auffällig sind u.a. die beiderseits drüsigen, etwas duftenden Laubblätter, die mit Stacheln und Drüsenborsten besetzten Zweige und die auffallend großen, kugeligen Früchte mit drüsigem Stiel. Sie hat ihren Namen vom Komitat Zala in Ungarn, wo sie zuerst gefunden wurde. Vom deutschen Rosenspezialisten HENKER wird sie als eigenständige Art anerkannt. Bisher war in Österreich nur ein Vorkommen mit wenigen Sträuchern auf dem Hackelsberg bei Jois (Burgenland) bekannt. Alte Angaben (1916) von der Thermenlinie bei Baden (Niederösterreich) und aus dem Gebiet von Bernstein (Burgenland) sind derzeit nicht bestätigt bzw. wiedergefunden.


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Rosa caryophyllacea, siehe Anmerkung bei Rosa zalana

Rosa abietina / Tannen-Rose
Rosa deseglisei / Deseglise-Rose
Rosa foetida / Gelbe Rose
Rosa montana / Berg-Rose
Rosa rhaetica / Bündner-Rose
Rosa sherardii / Samt-Rose
Rosa squarrosa / Sparrige Rose
Rosa subcollina / Falsche Hügel-Rose

©Erich Unmuth 22.04.2008